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Dissertation: Die datenschutz­rechtliche Einwilligung im Spannungs­feld von hoheitlicher Regulierung und individueller Selbst­bestimmung – unter besonderer Berücksichtigung der Dienste der Informations­gesellschaft

Die Nutzung der sogenannten Dienste der Informations­gesellschaft – also von Angeboten im Internet – ist vordergründig oft kostenlos, wird aber von einer Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten abhängig gemacht. In früher nicht vorstellbarem Umfang werden Informationen über Menschen gesammelt, miteinander verknüpft und ökonomisch verwertet. Den damit verbundenen Gefahren für die informationelle Selbst­bestimmung der Betroffenen geht die Dissertation von Anna Pohl auf den Grund. Sie analysiert die Regelungen der neuen EU-Datenschutz­grundverordnung zur Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 UAbs. 1 lit. a i.V.m Art. 4 Nr. 11, Art. 7 DS-GVO) im Lichte des Datenschutz­grundrechts des Art. 8 EU-Grundrechtecharta. Im Ergebnis meldet die Verfasserin erhebliche Bedenken an der Zukunftstauglichkeit der Einwilligung im digitalen Zeitalter an und erörtert Möglichkeiten einer ergänzenden hoheitlichen Regulierung zur Stärkung des Persönlichkeits­schutzes.

Termin der Disputation: 08.01.2019

Zweitgutachter: Prof. Dr. Rudolf Wendt

Veröffentlichung der Dissertation: Alma Mater, Saarbrücken 2019, 262 Seiten