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DFG-Graduiertenkolleg

Prof. Dr. Müller-Terpitz ist assoziiertes Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs 1681 „Privatheit“

Er gehörte zu den antragstellenden Mitgliedern des Graduiertenkollegs und ist seit seinem Wechsel von der Universität Passau an die Universität Mannheim im Jahre 2013 assoziiertes Mitglied.

Ziel des Kollegs

Das Kolleg strebt an, tradierte Konzepte des Privaten zu rekonstruieren, Erscheinungs­formen des Privaten zu analysieren, die Wirkung gesellschaft­licher und technologischer Entwicklungs­prozesse auf das Konzept der Privatheit zu untersuchen und für eine mögliche Neuakzentuierung nutzbar zu machen.

Theorie der Privatheit

Ziel des Forschungs­programms ist es, über die Grenzen der jeweils beteiligten Fach­disziplinen hinweg und im Zusammenwirken aller Arbeits­bereiche eine Theorie der Privatheit zu entwickeln, die

1. gegebene theoretische Ansätze auf ihre Eignung im Hinblick auf den Gegenstand Privatheit prüft, sie abgleicht und methodisch einbezieht,
2. hierdurch und durch die interdisziplinäre Vernetzung und Verzahnung den Anspruch haben soll, integrativ und nicht reduktionistisch zu sein,
3. sich aus Abstraktion und Systematisierung einzelner Fallbeispiele und Detail­untersuchungen ergeben soll,
4. es erlaubt, das Private besser vom Nicht-Privaten zu scheiden bzw. deren Interatkion zu beschreiben und zu analysieren,
5. auf diese Weise aufzuzeigen vermag, wo das Privatheitskonzept fach­spezifische Besonderheiten aufweist, die einer Verallgemeinerung nicht zugänglich sind,
6. gerade mit Blick auf virtuelle Handlungs­zusammenhänge Mechanismen des informationellen Selbstschutzes zur Erfüllung eines entsprechenden staatlichen Schutz­auftrages aufzeigt,
7. dazu beitragen soll, den Umgang mit Privatheit im Allgemeinen zu reflektieren, Verwerfungs­linien aufzudecken und dementsprechend Konflikte auf einer soliden und möglichst allen Faktoren gerecht werdenden Basis zu regeln und notwendige operationalisierbare Er­kenntnisse zu gewinnen,
8. als Modell dazu geeignet ist, die einzelnen Parameter und Paradigmen von Privatheit zu konturieren und zu beschreiben, deren Auswirkungen und Zusammenspiel nachvollziehbar zu machen und Phänomene im Kontext von Privatheit wie deren jeweilige Relevanz und Akzeptanz verorten zu können, um so ein besseres Verständnis dieser Denkfigur zu gewährleisten.

Weitere Informationen

Näheres zum Forschungs­programm des Kollegs, zu seiner personellen und organisatorischen Struktur sowie zu Förder­möglichkeiten ist abrufbar unter http://www.privatheit.uni-passau.de/.