DE / EN

Lehre

Lehr­angebot des Lehr­stuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Kartellrecht

Der Lehr­stuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Kartellrecht bietet Veranstaltungen auf Bachelor- und Master­ebene an. Vorlesungs­termine sowie Details zur Anmeldung von Seminararbeiten erhalten Sie als eingeschriebene Studierende über das Portal2 in der Beschreibung der jeweiligen Veranstaltung. Die in der Tabelle abrufbaren Kursbeschreibungen sind Stand Januar 2018.

Kurse im Bachelor

Kursname Details Zeitraum
Kartellrecht II

Donnerstag, 15:30 Uhr - 17:00 Uhr in W 114

Herbstsemester 2019
Kartellrecht I

Donnerstag, 15:30 – 17:00 Uhr in W 114

Frühjahrssemester 2019
AGB-/Verbraucherrecht

Mittwoch, 08:30 – 10:00 Uhr in SO 108

Frühjahrssemester 2019
Seminar zu Fragen des deutschen und europäischen Kartellrechts

Anmeldung Bachelor­arbeit

Ankündigung zum Seminar

Herbstsemester 2019/Frühjahrssemester 20

Kurse im Master

Kursname Details Zeitraum
European Market Freedoms

Thursday, 10:15 – 11:45 in   EW 156

Herbstsemester 2019
Comparative Competition Law

from May 09 to May 31, each Wednesday (17:15-20:30) and each Thursday (10:15-13:30)

Wednesdays: EW 159

Thursdays: A3 016

Frühjahrssemester 2019

Wahl­bereich Kartellrecht

Über zwei Semester behandelt die Vorlesung „Kartellrecht“ die Grundlagen des europäischen und deutschen Kartellrechts.

Leitidee: Worum geht es? Das Kartellrecht ist in markt­wirtschaft­lichen Ordnungen von grundlegender Bedeutung: Aus dem Gebrauch von Eigentumsrechten und wirtschaft­lichen Handlungs­freiheiten, die das Privatrecht gewährleistet, entsteht in einer freiheitlichen Ordnung Wettbewerb. Der Wettbewerb hat wichtige Funktionen. Insbesondere soll er eine effiziente Allokation von Ressourcen gewährleisten und die Markt­akteure zu Innovationen antreiben. Ziel des Kartellrechts ist es, diese Funktionen vor unternehmerischem Handeln zu schützen, das den Wettbewerb aus eigennützigen Motiven einzuschränken sucht oder Markt­macht missbraucht.

Interessen und Berufsaussichten: Wem nützt es? Die Beschäftigung mit dem Kartellrecht wird vor allem diejenigen interessieren und begeistern können, die sich für die Realitäten unternehmerischen, gewinn­orientierten Markt­handelns interessieren und dafür, welche Grenzen diesem zum Schutz von Wettbewerb, Markt­ordnung und Gemeinwohl zu setzen sind. Als Studenten des Mannheimer LL.B.-Programms sind Sie durch die wirtschafts­wissenschaft­lichen Grundlagenfächer sehr gut hierauf vorbereitet. Kartellrecht folgt in Vielem einer eigenständigen Systematik und  Rationalitäten, die es kategorial vom allgemeinen Zivil- oder auch Verwaltungs­recht abheben. Wer es sich während des Studiums erschließt, schafft sich ausgezeichnete Berufsaussichten auf dem Anwalts­markt. Kartellrecht bildet ein Kernsegment der Großkanzleien, daneben gibt es auch eine ganze Reihe kleinerer spezialisierter Kanzleien. Jedes Semester lade ich Kartellrechtler aus Kanzleien, der Justiz oder Unternehmen ein, die einzelne Themen aus Praktikersicht darstellen. Regelmäßig im Herbstsemester findet ein Workshop mit einer Kanzlei statt.

Kartellrecht zeichnet sich dadurch aus, dass im Kern in der Europäischen Union die gleichen Regeln gelten. Wer eine Karriere als Anwalt an Standorten etwa in London oder Brüssel ins Auge fasst oder sich einen Weg in die Europäischen Institutionen (insbesondere die Kommission, aber auch den EuGH) offenhalten möchte, für den bildet das Kartellrecht die vielleicht beste Option.

Die Vorlesung Kartellrecht I führt in das Kartellrecht ein. Behandelt werden seine Grundlagen, insbesondere seine historische Entwicklung, die ökonomische Funktion des Wettbewerbsschutzes sowie Rechts­quellen im deutschen und europäischen Recht. Behandelt werden sodann zwei für das Kartellrecht übergreifend relevante Konzepte, nämlich das Unternehmen als Adressat des Kartellrechts und die Markt­abgrenzung. Gegenstand der Vorlesung bildet hiernach das Verbot wettbewerbsbeschränkender Koordinierungen nach Art. 101 AEUV und §§ 1 ff. GWB. Es schließen sich hieran ein Kapitel zur behördlichen Kartellrechts­durchsetzung (Kartell­verfahrensrecht) und ein Kapitel zur Durchsetzung des Kartellrechts mittels zivilrechtlicher Ansprüche auf Unterlassung, Beseitigung und Schadensersatz.

Die Vorlesung Kartellrecht II vertieft zunächst Fragen der zivilrechtlichen Durchsetzung des Kartellrechts. Sodann widmen sich zwei  große Abschnitte der Fusionskontrolle nach europäischem und deutschem Recht. Schließlich wird der Missbrauch einer markt­beherrschenden Stellung im EU-Recht (Art. 102 AEUV) und nach deutschem Kartellrecht (§§ 18 ff. GWB) behandelt.