Jennifer Preyss: „Praktische Tipps für das Tierschutz­straf­verfahren und die Relevanz von Ordnungs­widrigkeiten“

Kurzprofil:

Jennifer Preyss hat Rechts­wissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert und in Dortmund ihr Rechts­referendariat absolviert. Sie ist seit 2007 Staats­anwältin bei der Staats­anwaltschaft Dortmund, hat dort u. a. elf Jahre Wirtschafts­strafsachen bearbeitet und ist seit April 2024 Staats­anwältin bei der angegliederten Zentralstelle zur Verfolgung der Umweltkriminalität in Nordrhein-Westfalen (ZeUK NRW). Dort bearbeitet sie im Schwerpunkt Tierschutz-Straf­verfahren. 

Abstract zum Vortrag:

Es soll anhand der typischen Fallkonstellationen von Tierschutz-Straf­verfahren kurz dargestellt werden, worauf es sich zu achten lohnt. Insoweit werden Anregungen zur Vorgehensweise vom Beginn der Über­prüfung eines Betriebes bis hin zur Hauptverhandlung in einem ggfls. folgenden Straf­verfahren gegeben, die zu einer effektiveren Strafverfolgung beitragen können. Es wird ausgeführt, was die Strafverfolgungs­behörden insoweit benötigen und was sie neben der Verfolgung einer Straftat nach § 17 TierSchG selbst noch mit im Blick behalten sollten. Es werden insbesondere Ordnungs­widrigkeiten angesprochen, deren (Mit-)Bearbeitung im Straf­verfahren eine effektivere Unrechts­ahnung ermöglicht. Schließlich wird die Abgrenzung bzw. der Über­gang von der Ordnungs­widrigkeit gemäß § 18 TierSchG zur Straftat nach § 17 TierSchG nochmals verdeutlicht.