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Foto: Elisa Berdica

Forschung in der Abteilung Rechts­wissenschaft

Die Abteilung Rechts­wissenschaft folgt mit ihrer starken Fokussierung auf das Wirtschafts­recht als gesellschaft­lich und ökonomisch besonders wichtiger Teil­bereich des Rechts der allgemeinen Profilbildung der Universität Mannheim. Ihre Forschung bündelt sich in den Instituten für Unternehmens­recht (IURUM), Versicherungs­wirtschaft, Mannheim Institute for Regulation and Antitrust Law (MIstRaL), Transport- und Verkehrs­recht sowie Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik (IMGB). Daran angeschlossen sind das Zentrum für Unternehmens­nachfolge (zentUma), das Zentrum für Insolvenz und Sanierung (ZIS) sowie das Interdisziplinäre Zentrum für Geistiges Eigentum (IZG). Darüber hinaus ist die Abteilung am Mannheim Centre for Competition and Innovation (MaCCI) und dem Leibniz Campus Mannheim Taxation Science Campus (MaTAX) beteiligt, die zusammen mit der Abteilung Volkswirtschafts­lehre, der Fakultät für Betriebs­wirtschafts­lehre und dem Mannheimer ZEW getragen werden.

Die Forschungs­schwerpunkte liegen erstens im Bereich des Unternehmens­rechts in einem weiten Sinne. Dar­unter fallen das Gesellschafts­recht von Gründung sowie Organisation bis hin zur Insolvenz, das Arbeits­recht, Fragen rund um die Unternehmens­finanzierung und Steuern, aber auch das Wirtschafts­strafrecht. Einen zweiten Forschungs­schwerpunkt bildet der Bereich des Wettbewerbs, der Regulierung und des Geistigen Eigentums, der durch das MaCCI stark mit der Volkswirtschafts­lehre verknüpft ist und sich intensiv mit Fragen rund um die ökonomische Analyse des Rechts – einschließlich der Verhaltensökonomik – beschäftigt. Sehr bedeutend ist – drittens – das Medizin- und Gesundheitsrecht sowie – viertens – das im weiteren Aufbau befindliche Transportrecht. Weiter werden selbstverständlich auch Grundlagenfragen der Rechts­wissenschaft in verschiedenen Forschungs­vorhaben abgebildet und adressiert.

Alle Lehr­stühle sind über die deutsche Heimatrechts­ordnung hinaus europäisch oder international ausgerichtet. Sie ergänzen die Mannheimer rechts­wissenschaft­liche Forschung um eine herausragende Interdisziplinarität, die durch die im bundes­vergleich einzigartig enge Zusammenarbeit mit der Volks- und Betriebs­wirtschaft entsteht. Mannheimer Forschende sind auf nationalen und internationalen Konferenzen präsent, beratend in deutschen Ministerien und Parlamenten, europäischen und internationalen Institutionen tätig und genießen in der wissenschaft­lichen Community einen sehr guten Ruf.

Besonders wichtig ist der Abteilung Rechts­wissenschaft neben ihrer nationalen und internationalen Sichtbarkeit auch der Austausch mit der Praxis. Die drei Zentren der Abteilung (zentUma, ZIS und IZG) streben über ihre wissenschaft­liche Arbeit hinaus auch einen institutionalisierten Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis an. Zu diesem Zweck finden etwa regelmäßige Veranstaltungen im Arbeits- und Transportrecht statt.

Der Abteilung ist es ein zentrales Anliegen, Forschungs­aktivitäten und Lehre zu vernetzen. Daher sind der Kombinations­studien­gang Unternehmens­jurist/in sowie die Master­studien­gänge Master of Laws, Master of Comparative Business Law und der Master Wettbewerbs- und Regulierungs­recht in ihren Studien­inhalten eng mit den zentralen Forschungs­schwerpunkten der Abteilung verknüpft. Ein Ergebnis dieser Verknüpfung ist auch die hohe Zufriedenheit der Mannheimer Studierenden, die das CHE-Ranking 2017 der Abteilung bescheinigte.

Foto: Stefanie Eichler
Forschungs­zentren und Institute
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Mannheim Law & Economics Forum